Thema : Soziales
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Samstag, 28. Juli 2018 - 14:00

Demo für soziokulturelle Vielfalt

Das soziokulturelle Zentrum Würzburg lädt am Samstag, 28. Juli, ein für eine soziokulturelle Gestaltung des MOZ auf die Straße zu gehen. Um 14 Uhr beginnt die Demo am Bahnhofsvorplatz und endet in der Hofstraße vor dem MOZ mit einer Kundgebung und anschließendem Straßenfest bis 18 Uhr, heißt es in einer Pressemitteilung.

Nachdem das Gebäude im Frühjahr 2015 durch den Entscheid der Bürger vor dem Abriss gerettet wurde, fand im Dezember 2015 die erste (und bisher einzige) Bürgerwerkstatt über zukünftige
Nutzungsmöglichkeiten statt. Mittlerweile steht fest, dass Teile des Gebäudes u.A. von der Sing- und Musikschule und der Hochschule für Musik genutzt werden sollen.

In Bezug auf Teile des verbliebenen Areals verhandelt die Stadt aktuell mit der VR-Bank, die dieses zu Wohn- und Büroflächen umwandeln möchte. Dies kommt einer weiteren Privatisierung öffentlichen Raums gleich und widerspricht somit allen im Entscheid und der anschließenden Werkstatt formulierten Wünschen einer Nutzung für Kultur und Bildung - von dem damals versprochenen, demokratischen Beteiligungsprozess ist heute nichts mehr zu spüren.

Eine Stadt wie Würzburg lebt von ihrer soziokulturellen und zivilgesellschaftlichen Vielfalt. Die zentrale Lage der Mozartschule und ihre unmittelbare Nähe zu anderen Kulturinstitutionen laden förmlich dazu ein, diesen Ort zu einem Ort des Miteinanders, des Austauschs und der Vernetzung unterschiedlicher Projekte und Ideen werden zu lassen.

Das soziokulturelle Zentrum Würzburg ruft die Stadt Würzburg und die VR-Bank als Verhandlungspartnerin dazu auf, die Forderungen nach entsprechenden Räumlichkeiten endlich ernst zu nehmen und diese in die Planungen für die Zukunft der Mozartschule aufzunehmen, heißt es abschließend in der Mitteilung.