Donnerstag, 7. Mai 2026 - 18:30
Digitale Demokratiegefahren: Radikalisierung im Netz am Beispiel der Mannosphäre
Vortrag von Sina Laubenstein (Politikwissenschaftlerin am Institute for Strategic Dialogue, Berlin)
am 07. Mai 2026
mit einer Einführung durch Prof. Dr. Andrea Kübler, Dekanin der Fakultät für Humanwissenschaften
Der Vortrag setzt sich mit Online-Radikalisierung, Desinformation und digitaler Gewalt als zentralen Herausforderungen für demokratische Gesellschaften auseinander. Am Beispiel der Mannosphäre wird gezeigt, wie sich radikale und frauenfeindliche Ideologien in digitalen Netzwerken verbreiten, welche Rolle Plattformen und Plattformstrukturen dabei spielen und wie diese Dynamiken den demokratischen Alltag beeinflussen - von öffentlichen Debatten über politische Partizipation bis hin zur Sicherheit von Betroffenen digitaler Gewalt. Abschließend werden zentrale Fragen zu Prävention, Regulierung und zivilgesellschaftlichen Gegenstrategien diskutiert.
Sina Laubenstein ist Programmdirektorin des Institute for Strategic Dialogue Germany (ISD). Sie leitet diverse Projekte zu digitaler Gewalt und Hassrede online und ist anerkannte Expertin auf diesem Gebiet. Sie war an der Lehrplan-Entwicklung des Business Council for Democracy (BC4D) beteiligt. Laubenstein studierte Politikwissenschaft an der Universität Mannheim (B.A.) sowie Global Studies and Societal Change an der Malmö University (M.A.). Als freie Referentin, Speakerin und Autorin beschäftigt sie sich schwerpunktmäßig mit den Themen Digitale Zivilcourage, Hass und Extremismus im Netz sowie digitale Gewalt. Sie steht in engem Austausch mit Akteur*innen aus Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft und berät diese national wie international in ihren Strategien zum Umgang mit Hass im Netz.
Alle Vorträge finden um 18:30 Uhr im Audimax, Sanderring 2 statt. Barrierefreier Zugang über nordseitigen Eingang am Sanderring, Aufzüge ins 1. OG
Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung per Mail an gsik@uni-wuerzburg.de wird gebeten.
Anrechenbar für GSiK für die Zusatzqualifikation "Interkulturelle Kompetenz" in den Bereichen B und C.